Ratenzahlung ohne Umweg
Ein Kunde will kaufen, nur eben nicht alles auf einmal bezahlen. Warum wir Zahlungspläne direkt in die Warenwirtschaft eingebaut haben, statt auf Buy-now-pay-later-Dienste zu verweisen, und wie die Raten steuerlich sauber auf einem einzigen Auftrag landen.
Ein Coaching-Programm für 1.800 Euro verkauft sich nicht nebenbei. Der Interessent hat die Beschreibung dreimal gelesen, die Erfolgsgeschichten auch, und eigentlich ist die Sache entschieden. Dann kommt der Bezahlschritt, und da steht der volle Betrag. An dieser Stelle springen viele ab, obwohl sie das Programm wollen und es sich über die Laufzeit auch leisten könnten.
Am Preis liegt das selten. Es liegt an dem Zeitpunkt, zu dem er komplett fällig wird.
Was Ratenzahlung wirklich verkauft
Wer in Raten zahlen kann, muss weder auf den Bonus im Dezember warten noch einen Kredit aufnehmen. Die Leistung kostet dasselbe, sie wird nur anders bezahlt. Für Anbieter von Programmen oder hochwertigen Geräten macht das häufig den Unterschied zwischen „kommt auf die Wunschliste" und „wird heute gekauft". Und anders als ein Rabatt beschädigt eine Rate weder die Marge noch die Glaubwürdigkeit des Preises.
Das Problem mit den Zwischenhändlern der Zahlung
Bisher lief Ratenzahlung im Onlinehandel meist über Buy-now-pay-later-Dienste. Die Abwicklung übernehmen die gern, allerdings zu ihren Konditionen. Es fallen Gebühren auf jeden Verkauf an, ein eigenes Scoring entscheidet still darüber, wer überhaupt Raten angeboten bekommt, und die Zahlungsbeziehung gehört am Ende dem Dienst, nicht dir. Für manche Shops mag diese Rechnung aufgehen. In ein System, das Handel ohne Margendruck möglich machen will, passt sie nicht.
Kein Abo, auch wenn es so klingt
Ein Zahlungsplan wird gern mit einem Abo verwechselt, dabei funktionieren die beiden grundverschieden. Ein Abo liefert immer wieder und rechnet immer wieder ab. Ein Zahlungsplan gehört zu einem einzigen Kauf. Die Ware oder Leistung wird einmal erbracht, nur die Zahlung wird über eine feste Anzahl von Raten gestreckt und endet dann von selbst. Der Auftrag dahinter verhält sich wie jeder andere Kauf, mit normalem Versand und normalem Bestand.
Steuerlich hat das eine klare Konsequenz. Bei einer einmaligen Lieferung ist die Umsatzsteuer mit der Lieferung in voller Höhe fällig. Es gibt deshalb genau eine Rechnung über den Gesamtbetrag, und die Raten sind offene Posten auf diesem einen Auftrag. Systeme, die pro Rate einen eigenen Beleg erzeugen, produzieren steuerlich falsche Dokumente (und nebenbei einen Haufen Scheinaufträge in jeder Auswertung).
Wie die Raten aussehen, bestimmst du
Drei Varianten sind vorgesehen. Der Gesamtpreis wird gleichmäßig geteilt, wobei der Rundungsrest auf der letzten Rate landet. Oder die Rate selbst ist als Preis definiert, dann darf die Summe der Raten auch etwas über dem Einmalpreis liegen, womit sich ein Ratenaufschlag sauber abbilden lässt. Die dritte Variante beginnt mit einer Anzahlung, wahlweise als Prozentsatz oder Festbetrag, bevor der Rest in gleichen Schritten folgt. Im Shop sieht der Kunde vor dem Kauf die komplette Auflösung, etwa „6 × 99,90 € monatlich, gesamt 599,40 €".
Wenn es hakt
Eine ausbleibende Rate verschwindet nicht im Ungefähren. Sie läuft als offene Forderung ins normale Mahnwesen, mit denselben Stufen wie jede andere Rechnung. Kündigen kann der Kunde den Plan nicht, die Leistung wurde ja bereits erbracht. Was er kann: im Kundenkonto jederzeit nachsehen, welche Raten bezahlt sind und wann die nächste fällig wird.
Zahlungspläne sind ab sofort Teil von Omneya. Sie werden am Artikel hinterlegt und erscheinen im Shop als Kaufoption. Im Admin-Bereich lassen sie sich außerdem direkt auf einen Auftrag anwenden, etwa wenn ein Stammkunde am Telefon um Raten bittet. Wenn du dir anschauen willst, wie das System arbeitet, wirf einen Blick ins Testsystem, lies unsere Vision oder sprich direkt mit uns.
Werte kaufen. Wirkung schaffen. Die nächste Generation der Warenwirtschaft.
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